Wertpapiererwerb mit Beratung

Wertpapiererwerb mit Beratung

vermittelt beispielsweise eine Bank den Erwerb von Wertpapieren, muss sie den Anleger richtig und vollständig beraten. Dazu gehört auch die Prüfung, ob die vorgeschlagenen Wertpapiere für das Risikoprofil des Anlegers und dessen Anlageziele geeignet sind.

Dokumentationspflichten beim Wertpapiererwerb

Weiter muss der Bankberater die Beratung dokumentieren und ist verpflichtet, dem Anleger ein Protokoll über die Beratung auszuhändigen.

Für jedes Wertpapier muss der Berater dem Anleger außerdem ein Produktinformationsblatt übergeben.

Für Wertpapiere, die öffentlich angeboten werden (dies dürfte bei einem Wertpapier, dass Sie über eine Bank zeichnen in der Regel der Fall sein), muss überdies an Wertpapierprospekt veröffentlicht werden. Dieser muss von der BaFin gebilligt werden. Auch dieser Wertpapierprospekt muss dem Anleger ausgehändigt werden.

Von der BaFin geprüft der Prospekt

Es ist übrigens kein Qualitätsmerkmal für ein Wertpapier, wenn damit geworben wird, der Prospekt sei „BaFin-geprüft“. Jeder veröffentlichte Verkaufsprospekt bzw. Wertpapierprospekt muss von der BaFin geprüft werden. Die BaFin überprüft allerdings dabei nicht die Werthaltigkeit eines Wertpapiers oder dessen Sicherheit sondern lediglich die Einhaltung der formalen Voraussetzungen, die für Wertpapierprospekt gelten.

Risiken von Wertpapieren

Fast eine Wertpapieren wohnt das Risiko des Totalverlusts inne. Insbesondere bei Zertifikaten tritt bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten der Totalverlust ein.

Ähnlich verhält es sich auch bei Anleihen; häufig werden hiermit besonders hohen Renditeversprechungen Privatanleger geworben.

Besonders undurchsichtig für Anleger sind häufig geschlossene Fonds, die meist mit großen Renditeversprechen verkauft werden. Üblicherweise investieren solche Fonds in Sachanlagen wie Immobilien, Handelsschiffe, Tankschiffe, Container, erneuerbare Energien, politische oder deutsche Kapitallebensversicherungen, andere Unternehmensbeteiligungen, Medien und Filmeindustrie, Flugzeuge oder Bilder. Geschlossene Fonds haben sich in der Vergangenheit als besonders risikoreich erwiesen und für Anleger häufig zum Totalverlust geführt. Kurz zusammengefasst, liegt dies häufig daran, dass der Erfolg eines solchen Fonds zum einen davon abhängt, welche Rendite das jeweilige Anlageobjekt erwirtschaftet, zum anderen aber auch zusätzlich noch davon, welche Kosten auf der Ebene der Fondsgesellschaft anfallen.