Darlehensgebühren bei Bausparverträgen

Darlehensgebühren bei Bausparverträgen

Die Bausparkasse darf von Ihnen keine Gebühren verlangen, wenn Sie sich ein Darlehen ausbezahlen lassen. Dies hat der BGH in einem Grundsatzurteil (BGH, Urteil vom 8.11.2016, Az. XI ZR 552/15) beschlossen, da sich die Bausparkasse mit der Darlehensgebühr lediglich ihren eigenen Aufwand vergüten lässt, ohne hierfür eine Leistung zu Gunsten des Sparers zu erbringen.

Wenn also Ihre Bausparkasse bereits eine Darlehensgebühr von Ihnen verlangt hat, können Sie diese zurückfordern, sofern Ihr Anspruch noch nicht verjährt ist.

Lohnt sich die Rückforderung der Darlehensgebühr?

Das lohnt sich – die Darlehensgebühr der meisten Bausparkassen beträgt zwischen 2 % und 4 % der Kreditsumme. Außerdem muss die Bausparkasse Ihnen die gezogenen Nutzungen erstatten.

Kann ich auch die Abschlussgebühr zurückfordern?

Allerdings ist die Abschlussgebühr bei Bausparverträgen wirksam und zulässig.

Wie lange kann ich die Darlehensgebühr zurückfordern?

Der BGH hat nicht über die Verjährung der Ansprüche entschieden; deshalb kann man davon ausgehen, dass auch dieser Anspruch der Regelverjährung unterliegt. Damit können alle Darlehensgebühren zurückgefordert werden, die in den letzten 10 Jahren bezahlt wurden. Die 10-jährige Verjährung tritt taggenau ein – wenn Sie also beispielsweise am 15.5.2009 eine Darlehensgebühr bezahlt haben, tritt die Verjährung mit Ablauf des 15.5.2019 ein.

Was muss ich unternehmen?

1.           Überprüfen Sie Ihren Bausparvertrag. Ist dort eine Darlehensgebühr enthalten? Dies ergibt sich beispielsweise aus dem ersten Kontoauszug Ihres Darlehenskontos oder aus den allgemeinen Bausparbedingungen.

2.           Kostenlose Erstberatung: Nehmen Sie die kostenlose Erstberatung in Anspruch, in der überprüft wird, ob die Voraussetzungen für eine Rückforderung der Darlehensgebühr vorliegen.

3.           Weiteres Vorgehen: Dann entscheiden Sie, ob Sie mich mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche beauftragen wollen. Ich kümmere mich auch um eine Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung.