Mandat und Kosten

MANDAT und KOSTEN

Wenn Sie sich von einem Rechtsanwalt beraten lassen möchten, kommt ein Vertragsverhältnis zwischen Ihnen und dem von Ihnen gewählten Rechtsanwalt zustande. In aller Regel handelt es sich dabei um einen Geschäftsbesorgungsvertrag. Es gibt jedoch verschiedene Ausgestaltungen und Möglichkeiten, eine Vergütung zu vereinbaren, damit für Sie die Kosten in Relation zu dem zu erzielenden Erfolg stehen und kalkulierbar bleiben. Die nachstehenden Informationen sollen Ihnen einen kurzen Überblick geben, können aber nicht ein individuelles Gespräch ersetzen.

Erstberatung

Das RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) sieht für Verbraucher die Möglichkeit der sog. Erstberatung vor. Diese Beratung kann mündlich oder schriftlich erfolgen und dient dazu, Ihnen eine erste Orientierung über die Erfolgsaussichten und Möglichkeiten der Durchsetzung Ihres rechtlichen Anliegens zu geben, damit Sie auf fundierter Grundlage darüber entscheiden können, ob es sich lohnt, die Sache weiter zu verfolgen. Die maximale Erstberatungsgebühr beträgt gemäß dem RVG 210,00 € zzgl. 19 % USt. Eine kurze telefonische Ersteinschätzung ist kostenlos. Auch diese Kosten werden häufig von der Rechtsschutzversicherung übernommen. Eine tiefergehende Prüfung und Beratung zu Ihrem Anliegen erfolgt dann im Rahmen der regulären Bearbeitung Ihres Falls.

RVG und Honorarvereinbarung/ Hinweis gem. § 49 b Abs. 5 BRAO:

Die Gebühren für die anwaltliche Tätigkeit richten sich grundsätzlich nach dem Gegenstandswert. Endgültig kann der Gegenstandswert häufig erst nach Abschluss der Angelegenheit ermittelt werden. Die Gebühren richten sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Manchmal stehen Streitwert und Arbeitsaufwand jedoch nicht im Verhältnis zueinander, so dass für diesen Fall die Möglichkeit besteht, eine Honorarvereinbarung zu treffen, dies kann auch ein Pauschalbetrag sein. Welche Form der Vergütung für eine bestimmte Angelegenheit die geeignetere ist, sollte vor Beginn des Mandats gemeinsam erörtert werden. Selbstverständlich wird jeder kostenauslösende Schritt vorher mit Ihnen abgestimmt.

Rechtsschutzversicherung

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, hole ich gerne für Sie eine Deckungszusage ein oder prüfe auch nur für Sie, ob Sie eine Deckungszusage bekommen würden. In der Regel wird diese unter Berücksichtigung der mit Ihnen vereinbarten Versicherungsbedingungen gewährt, wenn Sie eine Forderung geltend machen wollen. Da die Versicherungsbedingungen sich jedoch sowohl nach dem von Ihnen gewählten Versicherungsumfang als auch nach dem Zeitpunkt des Abschlusses Ihrer Versicherung deutlich unterscheiden können, sollte als Erstes geprüft werden, ob Sie eine Deckungszusage erhalten. Wenn dies der Fall ist, so umfasst diese in der Regel die gesetzlichen Gebühren gem. RVG sowie eventuelle Gerichtskostenvorschüsse sowie die Kosten eines gerichtlich angeordneten Gutachtens und natürlich die Rechtsanwaltskosten. Sie können Ihre Interessen dann also ohne finanzielles Risiko verfolgen.

Wichtiger Hinweis:

Gerade wenn Sie über einen älteren Rechtsschutzvertrag verfügen, sollten Sie diesen unbedingt beibehalten. Die älteren Rechtsschutzbedingungen gewähren Ihnen für viele Bereich des Bank und Kapitalmarktrechts Deckung, die in den neuen Bedingungen ausgeschlossen sind. Auch im Falle einer Tarifänderung ist Vorsicht geboten: Viele Rechtsschutzversicherer nutzen die Gelegenheit, um Ihren Vertrag neuere Rechtsschutz-Bedingungen zugrunde zu legen.

Stundensatzvereinbarung

Insbesondere bei Beratungsmandaten wie z.B. dem Entwurf oder der Prüfung von Verträgen, der Konzeption von Vermögensanlagen und Wertpapieren oder der Begleitung von Billigungsverfahren vor der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wird üblicherweise eine Stundensatzvereinbarung oder eine pauschale Honorarvereinbarung geschlossen. Der Stundensatz beträgt 300,00 € zzgl. 19 % USt. Sie erhalten über den zeitlichen Aufwand eine minutengenaue, nachvollziebare Abrechnung.