Bearbeitungsgebühren bei Unternehmensdarlehen

Bearbeitungsgebühren bei Unternehmensdarlehen

Am 4.7.2017 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass auch bei Unternehmensdarlehen keine Bearbeitungsgebühren durch die Bank verlangt werden dürfen. Was seit dem 13.5.2014 bereits geltendes Recht für Verbraucher ist, gilt nun endlich auch für Unternehmer.

Für Sie als Unternehmer besteht die Chance, Tausende Euro von Ihrer finanzierenden Bank zurückzufordern, wenn diese bei Vergabe Ihres Darlehens eine Bearbeitungsgebühr bzw. ein Bearbeitungsentgelt verlangt hat.

Welche Gebühren kann ich zurückverlangen?

Viele Kreditinstitute haben von Unternehmer beim Abschluss von Darlehensverträgen hoher Bearbeitungsgebühren bzw. Bearbeitungsentgelt verlangt. Diese erreichen häufig mehrere Tausend Euro. Bisher konnten die Banken sich darauf berufen, dass ihr Recht, Gebühren zu verlangen, lediglich beschnitten wurde, soweit Verbraucher betroffen waren. Dies hat sich nunmehr geändert. Da häufig einen Unternehmenskredit deutlich höher ist als ein privater Kredit, umfassen auch die Gebühren dementsprechend ein ganz anderes Volumen.

Welche Fristen muss ich beachten?

Ansprüche auf Rückzahlung von Bearbeitungsgebühren verjähren innerhalb der Regelverjährung von 3 Jahren seit ihrer Zahlung zum Ende des jeweiligen Jahres. Wenn Sie beispielsweise am 1.9.2015 eine Bearbeitungsgebühr auf Ihr Unternehmensdarlehen bezahlt haben, so beginnt die Verjährung mit Ablauf des 31.12.2015 und tritt mit Ablauf des 31.12.2018 ein. Dementsprechend sind also nur noch Ansprüche aus dem Jahr 2015 bis heute durchsetzbar.

Warum sollte ich einen Anwalt beauftragen?

Da Unternehmenskredite in aller Regel höher sind als private Darlehen, geht es nicht nur für Sie um viel Geld – sondern auch für die Bank. Dementsprechend ist mit deutlicher Gegenwehr zu rechnen. Im Zweifelsfalle tun Sie sich bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche mit anwaltlicher Unterstützung leichter.

Was muss ich unternehmen?

1.           Überprüfen Sie Ihren Darlehensvertrag. Ist dort eine Bearbeitungsgebühr enthalten? 8. Sie auch auf das Kleingedruckte – die Bezeichnung als Bearbeitungsgebühr wird häufig versteckt.

2.           Kostenlose Erstberatung: Nehmen Sie die kostenlose Erstberatung in Anspruch, in der überprüft wird, ob die Voraussetzungen für eine Rückforderung der Bearbeitungsgebühr vorliegen.

3.           Weiteres Vorgehen: Dann entscheiden Sie, ob Sie mich mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche beauftragen wollen. Ich kümmere mich auch um eine Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung.